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22 Corporate Health Begriffs-Definitionen (+aktueller Bezug), die gerade überall rumfliegen

22 Begriffe, die gerade überall rumfliegen, in einem Satz erklärt:
#Glossar für #HR und #BGM

𝗔𝘁𝘁𝗲𝘀𝘁𝗽𝗳𝗹𝗶𝗰𝗵𝘁: Die AU-Bescheinigung soll schon am ersten Krankheitstag vorliegen statt am vierten. (Koalitionsbeschluss, noch kein Gesetz.)

𝗞𝗮𝗿𝗲𝗻𝘇𝘁𝗮𝗴: Ein unbezahlter erster Krankheitstag. (in der Debatte, nicht beschlossen.)

𝗧𝗲𝗹𝗲𝗳𝗼𝗻-𝗔𝗨: Krankschreibung im Telefonat ohne Praxisbesuch. (Seit Ende 2023 möglich, laut Koalitionsbeschluss vor der Abschaffung.)

𝗧𝗲𝗶𝗹𝗸𝗿𝗮𝗻𝗸𝘀𝗰𝗵𝗿𝗲𝗶𝗯𝘂𝗻𝗴: Krankgeschrieben für 25, 50 oder 75 % der Arbeitszeit statt alles oder nichts. (Beschlossen, noch nicht umgesetzt.)

𝗭𝘂𝘀𝘁𝗶𝗺𝗺𝘂𝗻𝗴𝘀𝗳𝗶𝗸𝘁𝗶𝗼𝗻: Der Arbeitgeber hat dann sieben Kalendertage, um den Arbeitsplatz zu prüfen. (Wer schweigt, hat zugestimmt.)

𝗚𝗕 𝗣𝘀𝘆𝗰𝗵: Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung. Seit 2013 ausdrücklich Pflicht (§ 5 Arbeitsschutzgesetz).

𝗕𝗘𝗠: Betriebliches Eingliederungsmanagement. Pflicht, sobald jemand in einem Jahr länger als sechs Wochen krank war.

𝗛𝗮𝗺𝗯𝘂𝗿𝗴𝗲𝗿 𝗠𝗼𝗱𝗲𝗹𝗹: Stufenweise Wiedereingliederung nach langer Krankheit, mit langsam steigender Stundenzahl.

§ 𝟯 𝗡𝗿. 𝟯𝟰 𝗘𝗦𝘁𝗚: 600 Euro pro Kopf und Jahr steuer- und abgabenfrei für zertifizierte Angebote. (Ein Freibetrag, keine Freigrenze.)

𝗔𝗯𝘀𝗲𝗻𝘁𝗶𝘀𝗺𝘂𝘀: Krankheitsbedingtes Fehlen. (Die Zahl, die jedes Unternehmen kennt.)

𝗣𝗿𝗮̈𝘀𝗲𝗻𝘁𝗶𝘀𝗺𝘂𝘀: Arbeiten trotz Krankheitssymptomen. (Die Zahl, die fast niemand erhebt.)

𝗞𝗿𝗮𝗻𝗸𝗲𝗻𝘀𝘁𝗮𝗻𝗱: Der Anteil der krankheitsbedingten Ausfalltage an der Sollarbeitszeit. (Nicht dasselbe wie Fehltage pro Kopf.)

𝗙𝗮𝗹𝗹𝗱𝗮𝘂𝗲𝗿: Die durchschnittliche Länge einer Krankschreibung. (Ehrlicher als die Zahl der Fälle.)

𝗥𝗲𝘁𝘂𝗿𝗻 𝗼𝗻 𝗣𝗿𝗲𝘃𝗲𝗻𝘁𝗶𝗼𝗻: Der Rückfluss pro investiertem Euro, je nach Studiendesign 0,78 bis 3,27 Euro.

𝗕𝗚𝗙 𝘂𝗻𝗱 𝗕𝗚𝗠: Betriebliche Gesundheitsförderung sind die Maßnahmen, Betriebliches Gesundheitsmanagement das System drumherum.

𝗪𝗼𝗿𝗸𝗮𝗵𝗼𝗺𝗲𝗶𝘀𝗺: Präsentismus im Homeoffice, wo der Arbeitsweg wegfällt und die Hemmschwelle mit ihm.

𝗕𝗲𝘁𝘁𝗸𝗮𝗻𝘁𝗲𝗻𝗲𝗻𝘁𝘀𝗰𝗵𝗲𝗶𝗱𝘂𝗻𝗴: Die morgendliche Entscheidung, sich krankzumelden, ohne arbeitsunfähig zu sein.

𝗤𝘂𝗶𝗲𝘁 𝗖𝗿𝗮𝗰𝗸𝗶𝗻𝗴: Stille Überlastung. Nach außen funktioniert jemand, innerlich längst nicht mehr.

𝗜𝗻𝗻𝗲𝗿𝗲 𝗞𝘂̈𝗻𝗱𝗶𝗴𝘂𝗻𝗴: Emotionaler Rückzug bei formal ungekündigtem Arbeitsverhältnis.

𝗦𝗽𝗮̈𝘁𝗶𝗻𝗱𝗶𝗸𝗮𝘁𝗼𝗿: Eine Kennzahl, die erst reagiert, wenn das Problem schon da ist. Fehlzeiten sind genau das.

𝗩𝗲𝗿𝗵𝗮̈𝗹𝘁𝗻𝗶𝘀𝗽𝗿𝗮̈𝘃𝗲𝗻𝘁𝗶𝗼𝗻: Setzt an den Arbeitsbedingungen an, Verhaltensprävention an den Einzelnen.

𝗔𝗻𝘄𝗲𝘀𝗲𝗻𝗵𝗲𝗶𝘁𝘀𝗽𝗿𝗮̈𝗺𝗶𝗲: Bonus für wenige Fehltage. Gilt in der Arbeitspsychologie als Präsentismus-Treiber.

Quelle/mit Material von https://community.machtfit.de/c/news-feed/corporate-health-begriffs-definitionen-aktueller-bezug

R. W. Brunner

www.brunnerrobert.de