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Fehlzeiten reduzieren in drei Schritten

BGM praktisch angewandt: Viele Unternehmen und Organisationen klagen über zu hohe Krankenstände, die sich seit über drei Jahren auf Rekordniveau befinden. Die Fehlzeiten im Sinne der Abwesenheit vom Arbeitsplatz haben deshalb zugenommen. Die Suche nach geeigneten Lösungen zur Senkung krankheitsbedingter Fehlzeiten erweist sich in der Praxis als eher komplexe Aufgabe, gleichzeitig erfordert der Umgang mit Gesundheitsdaten einen sensiblen Umgang. Gesundheit und Krankheit sind grundsätzlich private Angelegenheiten, weshalb der Arbeitgeber auch keine Informationen über die Ursache der Krankmeldung erhalten darf. Wie kann Fehlzeiten helfen? Hier ein paar praktische Tipps:

  • Erster Schritt: Datenanalyse und Bestimmung des Status quo – Fehlzeiten differenziert analysieren
  • Zweiter Schritt: Erkenntnisgewinn und Maßnahmenfindung
  • Dritter Schritt: Umsetzung der Maßnahmen
Fehlzeiten senken mit transformationaler Führung

Weitere Studien belegen den Einfluss transformationaler Führung auf die Erhöhung des subjektiven Wohlbefindens und einen positiven Zusammenhang zu unterschiedlichen Gesundheitsvariablen. Destruktive Führung dagegen zeigt negative Effekte. Insgesamt macht das deutlich, dass Führungskräfte einen hohen Einfluss auf die Gesundheit der Mitarbeitenden haben und demnach auch auf das Fehlzeitenverhalten – positiv wie negativ. Lesen Sie mehr dazu zum Führungsprinzip „BEYOND Leadership“, hier bei uns.

Sowie mit der richtigen Haltung:
  • Anwesenheit anerkennen – aber ohne Prämien
  • Interesse zeigen – aber ohne Aufdringlichkeit
  • Nach der Rückkehr begrüßen – aber ohne misstrauische Kontrolle
  • Die Krankmeldung regeln – aber ohne Attestpflicht ab dem 1. Tag
  • Den Kontakt zu Erkrankten halten – aber ohne Kontrollbesuche
  • Den Kontakt zu Erkrankten halten – aber ohne Kontrollbesuche
  • Arbeitsbedingungen gesund gestalten (Verhältnisse), s. BGM
  • Kultur und Menschenbild hinterfragen (Haltung)
  • Bei sich beginnen – und Präsentismus vermeiden
Weitere Lösungen:

Für Betriebe wird es immer wichtiger Fehlzeiten strategisch, systematisch und prozesshaft im Rahmen eines zielgeleiteten Fehlzeitenmanagements zu reduzieren:

Die kennzahlenbasierte Umsetzung

• Festlegen einer Fehlzeiten-Strategie & -zielsetzung
• Ermitteln von KPIs und Anlage eines Kennzahlencockpits
• Analysieren der betrieblichen Gesundheitsfaktoren & Fehlzeitenursachen
• Festlegen von Zielwerten
• Umsetzung von kennzahlengeleiteten Maßnahmen zur Fehlzeitenreduktion
• Überprüfung der Zielerreichung & Fehlzeitenreduktion

Nutzen eines kennzahlenbasierten Fehlzeitenmanagements: Sicherheit & Nachhaltigkeit

• Nachhaltige Reduktion der Krankentage
• Entlastung von Führungskräften & Personalabteilung
• Sicherung von Produktion & Arbeitsprozessen
• Sicherung gesunder Leistungsfähigkeit
• Steigerung der Arbeitgeberattraktivität
• Erhöhung der Verbundenheit mit dem Unternehmen
• Reduktion ungewollter Fluktuation

Was ist der Bradford-Faktor? Der Bradford Faktor kann dabei helfen Fehlzeiten zu reduzieren. Er ist ein Tool aus dem Personalmanagement zur Bewertung von Fehlzeiten. Er gewichtet die Häufigkeit von Abwesenheiten stärker als deren Gesamtdauer, da häufige Kurzerkrankungen den Betriebsablauf meist stärker stören. Die Formel: B = S² x D S = Spells: Anzahl der Krankheitsfälle (Häufigkeit) D = Days: Gesamtzahl der Krankheitstage im Zeitraum: Meist rollierend über 52 Wochen. Warum das Quadrat? Durch das Quadrieren der Krankheitsfälle steigt der Score bei vielen kurzen Fehlzeiten exponentiell an. Wichtig: Der Faktor ist eine rein statistische Kennzahl. Er sollte nie ohne ein persönliches Gespräch oder die Berücksichtigung von chronischen Erkrankungen als alleiniger Kündigungsgrund herangezogen werden.

R. W. Brunner

www.brunnerrobert.de